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Ayre Index: KI-Bereitschaftslücke könnte ärmere Commonwealth-Staaten 360 Milliarden Dollar kosten

5. November 2026, 07:00Quelle: PR Newswire
Ayre Index: KI-Bereitschaftslücke könnte ärmere Commonwealth-Staaten 360 Milliarden Dollar kosten
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Künstliche Intelligenz droht die Kluft zwischen reichen und armen Ländern zu vertiefen. Das geht aus einer neuen Studie des Ayre Think Tank hervor, die für die Commonwealth-Staaten eine Lücke von 360 Milliarden Dollar beim potenziellen wirtschaftlichen Nutzen beziffert. Der Ayre Index wurde beim Treffen der Regierungschefs des Commonwealth in Antigua und Barbuda vorgestellt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Ayre Index erfasst 732 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren in den 56 Commonwealth-Mitgliedstaaten.
  • Nur 15 Länder erreichten die Schwelle zur KI-Bereitschaft junger Menschen.
  • Die prognostizierte Lücke beim wirtschaftlichen Nutzen beträgt im mittleren Szenario der Studie 360 Milliarden Dollar über zehn Jahre.
  • Singapur, Malta, Australien, das Vereinigte Königreich und Kanada führen, Malawi und Lesotho bilden das Schlusslicht.
  • Laut Studie zählen Kompetenzen, erschwingliche Konnektivität und Wege in Beschäftigung mehr als der reine Netzzugang.

Was der Ayre Index misst

Der Ayre Index untersuchte die Lage von 732 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren in den 56 Mitgliedstaaten des Commonwealth. Bewertet wurde, wie gut junge Menschen in den einzelnen Ländern auf künstliche Intelligenz vorbereitet sind. Nur 15 Länder erreichten die in der Studie festgelegte Bereitschaftsschwelle.

Im mittleren Szenario der Studie könnten diese 15 Staaten über zehn Jahre einen gemeinsamen wirtschaftlichen Zugewinn von 389,2 Milliarden Dollar erzielen. Die übrigen 41 Länder kämen auf 29,2 Milliarden Dollar. Die Differenz von 360 Milliarden Dollar entspricht laut Studie ungefähr dem Doppelten dessen, was die wichtigsten Geberländer der Welt im vergangenen Jahr für Entwicklungshilfe ausgegeben haben, nämlich 174 Milliarden Dollar.

Die Rangliste führt Singapur an, gefolgt von Malta, Australien, dem Vereinigten Königreich und Kanada. Malawi und Lesotho landeten auf den letzten Plätzen. Von den 21 afrikanischen Commonwealth-Mitgliedern erfüllten nur Mauritius, Südafrika und Nigeria die Bereitschaftsschwelle.

Konnektivität garantiert keine Chancen

Die Untersuchung legt nahe, dass der Ausbau von Netzen nicht automatisch Chancen schafft. In Togo erreicht die 4G-Abdeckung fast die gesamte Bevölkerung, doch weniger als die Hälfte der jungen Menschen gibt an, das Internet zu nutzen. In Malawi erreicht der Strom nur ein Fünftel der Bevölkerung.

Auch dort, wo die Begeisterung groß ist, zeigen sich Lücken. Rund 90 Prozent der befragten jungen Nigerianerinnen und Nigerianer erwarteten, innerhalb eines Jahres KI in Beruf oder Studium zu nutzen. Dennoch erzielte Nigeria bei klassischen Indikatoren für digitale Kompetenzen nur 0,8 von 10 Punkten.

Auch das Erreichen der Schwelle sichert keine Arbeitsplätze. Südafrika erfüllte die Anforderungen, doch die Arbeitslosigkeit unter den jungen Erwerbstätigen lag bei 46,3 Prozent.

Warnung des Gründers und Grenzen der Daten

Calvin Ayre, der Unternehmer und Philanthrop, der den hinter dem Index stehenden Think Tank gegründet hat, sagte: "La IA va a transformar nuestra forma de trabajar, de hacer negocios y de crear riqueza. Nadie puede permitirse caer en la autocomplacencia". Auf Deutsch heißt das: KI werde verändern, wie Menschen arbeiten, Geschäfte machen und Vermögen schaffen, und niemand könne es sich leisten, selbstzufrieden zu sein. Regierungen müssten jungen Menschen die Fähigkeiten und Chancen geben, die sie für ihren Erfolg brauchen.

Die Studie stützt sich auf 1.128 Quellen. Sie zeigte zudem, dass in einigen Ländern vergleichbare Belege über die tatsächlichen KI-Kompetenzen junger Menschen rar sind, was die Vollständigkeit des Bildes einschränkt.

Was das bedeutet

Die zentrale Warnung der Studie lautet, dass Zugang allein nicht genügt. Laut dem Bericht entscheiden Kompetenzen, erschwingliche Konnektivität, Wege in die Beschäftigung und die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern darüber, ob KI neue Unternehmen und bessere Jobs hervorbringt oder bestehende wirtschaftliche Gräben vertieft. Für die Regierungen im Commonwealth deuten die Ergebnisse auf Investitionen hin, die weit über die Netzabdeckung hinausgehen müssen, damit junge Menschen von der Technologie profitieren.

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