CrowdStrike übernimmt Dreadnode für automatisierte KI-Sicherheitstests

CrowdStrike hat seine Absicht bekannt gegeben, Dreadnode zu übernehmen. Das Unternehmen testet KI-Modelle, Anwendungen und Agenten vor ihrem Produktiveinsatz auf Sicherheitslücken. Die Technologie soll Teil der CrowdStrike-Falcon-Plattform werden, wie Michael Sentonas in einem bei Fal.Con EU 2026 veröffentlichten Beitrag schreibt.
- CrowdStrike hat bei Fal.Con EU 2026 seine Absicht bekannt gegeben, Dreadnode zu übernehmen.
- Dreadnode testet KI-Modelle, Anwendungen und Agenten vor ihrer Bereitstellung mit bekannten Angriffstechniken.
- Das Unternehmen führt mehr als 50 Angriffstechniken aus, darunter Jailbreaks, Prompt Injection und agentenspezifische Angriffe.
- Die Ergebnisse werden nach Schweregrad bewertet und OWASP, MITRE ATLAS sowie NIST AI RMF zugeordnet.
- CrowdStrike zufolge wird Dreadnode in Q4 FY27 allgemein verfügbar sein.
Warum CrowdStrike KI vor dem Produktiveinsatz testen will
CrowdStrike argumentiert, dass viele Unternehmen KI-Modelle und Agenten einsetzen, bevor sie deren Sicherheit bestätigt haben. Dieser Ansatz könne "schwerwiegende Folgen haben", erklärt das Unternehmen. Ein Agent, der mit einer Schwachstelle ausgeliefert wird, die Jailbreaking oder Manipulation ermöglicht, eröffnet Angreifern demnach einen Weg zu den sensiblen Systemen und Daten, auf die der Agent zugreifen kann.
Nach Ansicht von CrowdStrike müssen solche Schwachstellen gefunden werden, bevor ein Agent live geht. Sicherheitstests, die für herkömmliche Software entwickelt wurden, erkennen sie jedoch nicht. Das Unternehmen beschreibt die probabilistische und dynamische Natur von KI-Agenten und LLMs als Grund dafür, dass das traditionelle Modell für Sicherheitstests nicht mehr funktioniert. Dieses wurde entwickelt, um Code zu prüfen, der sich bei jeder Ausführung gleich verhält. Der ältere Ansatz könne daher keine Schwachstellen im integrierten Reasoning-Prozess von KI-Modellen und Agenten erkennen.
Der Beitrag nennt Prompt Injection, Jailbreaking und die Manipulation von Agenten-Tools als Risiken, die zum Verlust von Kundendaten, finanziellen Schäden und einer Beschädigung des Markenrufs führen können.
So funktioniert Dreadnode
Laut CrowdStrike beschreiben Nutzer zunächst in Alltagssprache, was sie testen möchten. Anschließend führt Dreadnode mehr als 50 Angriffstechniken gegen die KI-Systeme aus, auf die ein Unternehmen angewiesen ist. Dazu gehören laut der Auflistung Jailbreaks, Prompt Injection sowie Multi-Turn- und agentenspezifische Angriffe. Getestet werden KI-Systeme, Modelle, Modell-Repositorien, Anwendungen, Agenten und MCP-Server, und zwar bevor sie in den Produktivbetrieb gelangen.
Nach Abschluss der Tests ordnet Dreadnode die Ergebnisse nach ihrem Schweregrad und ordnet sie mehreren Frameworks zu:
- OWASP Top 10 for LLMs
- OWASP Agentic Security (ASI01-ASI10)
- MITRE ATLAS
- NIST AI RMF
Alle Prüfungen fließen in ein einheitliches Risikobild ein. CrowdStrike zufolge umfasst dieses die Gesamtzahl der Ergebnisse, Erfolgsquoten der Angriffe, eine Aufschlüsselung nach Schweregrad, die Resultate der Findings und detaillierte Risikokennzahlen. Der Ausgangstext bricht an dieser Stelle ab, daher werden hier keine weiteren Details zu den Leistungen von Dreadnode behandelt.
Was das für Falcon-Kunden bedeutet
CrowdStrike erklärt, dass das Unternehmen gemeinsam mit Dreadnode die Falcon-Plattform auf die Ebene ausweiten will, auf der Unternehmen KI entwickeln. Ziel sei es, dass jeder Kunde seine KI-Agenten auf Sicherheitslücken prüfen und sie mit Vertrauen einsetzen kann.
Das Unternehmen erklärt, Dreadnode werde in Q4 FY27 allgemein verfügbar sein. Der Beitrag nennt keine Preise oder weiteren Details zur Verfügbarkeit. Da es sich um eine angekündigte Übernahmeabsicht handelt, wird der Abschluss der Transaktion in der Quelle nicht als vollzogen dargestellt.
Die Ankündigung ist Teil einer größeren Reihe von Nachrichten zur KI-Sicherheit, die CrowdStrike am selben Tag veröffentlicht hat. Im Blog des Unternehmens werden verwandte Themen aufgeführt, darunter ein KI-Killswitch für unkontrollierte Agenten, die geplante Übernahme von Fiddler zur Beobachtung von KI-Agenten sowie weiter gefasste Arbeiten zu KI-Sicherheit und -Schutz von Endgeräten bis zur Cloud.


