Dynatrace Release Radar 10.26 bringt agentische Untersuchungen und umfassenderes Tracing

Dynatraces Oktober-Release-Radar führt workflowbasierte Untersuchungen mit dem SRE Agent ein, überträgt Problemkontext in Distributed Tracing und erweitert die Transparenz bei Nutzererfahrung, Netzwerken und Cloud-Infrastruktur. Die Neuerungen sollen Teams dabei helfen, Belege zu sammeln, bevor sie entscheiden, wie ein Problem behoben wird.
- Der SRE Agent kann Probleme über Dynatrace Workflows untersuchen.
- Distributed Tracing bewahrt Problemfilter und Zeitraum in zusammengehörigen Ansichten.
- Die automatische Auflösung von Span-Verknüpfungen verfolgt Traces über Warteschlangen- und Serverless-Grenzen hinweg.
- Apdex, Ortsfilter und Netzwerkmetriken liefern zusätzlichen Untersuchungskontext.
- Live-Dashboards können mit Betrachtern geteilt werden, die kein Dynatrace-Konto besitzen.
Agentische KI untersucht vor der Behebung
Dynatrace ergänzt Workflows um Agentic Operations und den SRE Agent. Teams können damit eine Problemuntersuchung aus einem Workflow heraus starten. Der Agent baut auf der agentischen Ursachenanalyse auf, sammelt Belege und fügt dem Problem seine Ergebnisse, die Grundursache und empfohlene Maßnahmen hinzu.
Teams können zwischen einer vorgefertigten Untersuchung mit vorkonfigurierten Anweisungen und Tools, einer benutzerdefinierten Agentenaufforderung mit ausgewählten Tools und einem strukturierten Ergebnis oder einer generativen KI-Aufforderung für eine Zusammenfassung beziehungsweise einen Lösungsvorschlag wählen. Dynatrace stellt Vorlagen für SRE Agent, Alert Reduction, Kubernetes Troubleshooting, Database Operations und Infrastructure Optimization bereit.
Nach Angaben des Unternehmens bleiben die Agenten innerhalb der konfigurierten Tools und Berechtigungen, während Freigabepunkte unter der Kontrolle des Nutzers bleiben. Ein Ausführungsprotokoll zeichnet ihre Schritte auf. Dynatrace empfiehlt Nutzern außerdem, die Ergebnisse und Empfehlungen des SRE Agent zu prüfen, denn: „Eine empfohlene Maßnahme ist noch keine angewandte Maßnahme.“
Dynatrace Assist kann auch Fragen zu der Seite beantworten, die neben dem Chat geöffnet ist. Laut Dynatrace zeigt Assist an, wenn Bildschirminhalte verwendet werden, und maskiert personenbezogene Daten mit Platzhaltern.
Tracing bewahrt den Kontext über Services und Warteschlangen hinweg
Distributed Tracing übernimmt jetzt den Zeitraum und die Filter eines Problems, wenn Nutzer aus einem Problem heraus einen Trace öffnen. Dieser Kontext bleibt im Diagramm sichtbar und wird in Kubernetes, Logs und Services übernommen, sodass Untersuchende ihn nicht erneut festlegen müssen.
Bei Anfragen, die eine Warteschlangen- oder Serverless-Grenze überschreiten, lädt die automatische Auflösung von Span-Verknüpfungen die Traces der vorgelagerten Produzenten in die Wasserfalldarstellung, wenn ein Consumer-Span OpenTelemetry-Span-Links enthält. Nutzer können verknüpfte Traces am verbundenen Span öffnen, statt den Produzenten manuell zu suchen.
Dynatrace erklärt außerdem, dass die kausale Ursachenanalyse nun auch OpenTelemetry-Services abdeckt. Causal AI folgt der Smartscape-Topologie auf Grail von überwachten Frontends zu OpenTelemetry-Backends sowie von Services zu überwachten Datenbanken und fasst zusammengehörige Service-Anomalien zu einem einzigen Problem zusammen.
Mehr Belege für Untersuchungen von Nutzererfahrung, Netzwerken und Cloud
Die Version ergänzt Apdex-Werte auf Grail, um zufriedene, tolerierende und frustrierte Nutzungserlebnisse über Frontends und Sitzungen hinweg zu verfolgen. Nutzer können Experience Vitals, Error Inspector sowie Users & Sessions nach Stadt, Region, Land oder Kontinent filtern. Frontend-Ereignisse und Backend-Traces aus Synthetic-Ergebnissen eröffnen zusätzliche Untersuchungswege.
Netzwerkansichten zeigen Verbindungen zwischen Hosts sowie zwischen Prozessen, die von OneAgent Network Connection Monitoring erfasst werden. In Kubernetes können Teams Verbindungen zwischen Pods, zwischen Pods und Services sowie zwischen Pods und Prozessen untersuchen, einschließlich Bandbreite, Round-Trip-Zeit, Neuübertragungen, Zurücksetzungen und Zeitüberschreitungen.
Auch die Überwachung von Google Cloud wird neben AWS und Azure in Clouds integriert. Sie umfasst Metriken, Logs, Metadaten, Topologie, vorgefertigte Dashboards und vorkonfigurierte Zustandswarnungen. Dynatrace zufolge lassen sich Google-Cloud-Projekte für das Abrufen von Metriken ohne Bereitstellung eines ActiveGate anbinden. Google-Cloud-Labels bleiben über Metriken, Logs und Topologie hinweg verfügbar.
Für Nutzer und an Vorfällen beteiligte Personen können Dashboard-Eigentümer Live-Links für Betrachter erstellen, die kein Dynatrace-Konto besitzen. Links können mit Zugangscodes, Ablaufdaten und IP-Allowlists versehen und Dashboards in einem iframe eingebettet werden. Der Eigentümer kontrolliert den für Betrachter angezeigten Zeitraum, das Aktualisierungsintervall und die Variablenwerte.
Zusammengenommen geben diese Änderungen Dynatrace-Nutzern mehr Möglichkeiten, Probleme mit erhaltenem Kontext, unterstützenden Belegen und kontrollierter Freigabe zu untersuchen. Die Quelle stellt die Neuerungen als Werkzeuge für die Arbeit vor der Behebung dar. Die Entscheidung über die Freigabe einer empfohlenen Maßnahme bleibt beim Nutzer.
Dynatrace: Dynatrace Release Radar 10.26


