Elf Wissenschaftler beim World Laureates Forum 2026 geehrt
Bei der Eröffnung des World Laureates Forum 2026 in Shanghai sind elf Wissenschaftler geehrt worden. Die Teilnehmer diskutierten über KI-gestützte Forschung, internationale Zusammenarbeit und wissenschaftliche Durchbrüche im kommenden Jahrzehnt. Fast 300 Wissenschaftler und mehr als 4.000 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.
- Elf Wissenschaftler erhielten beim World Laureates Forum 2026 WLF-Preise.
- Der WLF-Preis für junge Wissenschaftler wurde in diesem Jahr erstmals verliehen.
- Fast 300 Wissenschaftler und mehr als 4.000 Gäste nahmen am Forum teil.
- Sechs parallele Foren behandelten unter anderem künstliche Intelligenz und Quantenwissenschaft.
WLF-Preise in drei Kategorien verliehen
Die Eröffnung des World Laureates Forum 2026, die Verleihung der WLF-Preise und das Hauptforum fanden am 31. Oktober im Lingang Center in Shanghai statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema „Ein neues wissenschaftliches Paradigma: Durchbrüche im kommenden Jahrzehnt“.
In der Kategorie Informatik oder Mathematik ging der WLF-Preis 2026 an Ingrid Daubechies, emeritierte Mathematikprofessorin an der Duke University. In der Würdigung wurden ihre bedeutenden Arbeiten zur angewandten harmonischen Analyse, zur Wavelet-Theorie und zur Bildkompression sowie ihr Engagement für die internationale Mathematikgemeinschaft hervorgehoben.
Die vier Preisträger in der Kategorie Lebenswissenschaften oder Medizin waren Yuan Junying, Wang Xiaodong, Shao Feng und Vishva Dixit. Nach Angaben der Veranstalter legte ihre Forschung die molekularen Signalwege verschiedener Formen des programmierten Zelltods offen und schuf die biochemischen Grundlagen für das Verständnis der Apoptose.
Der WLF-Preis für junge Wissenschaftler wurde in diesem Jahr erstmals verliehen. Die sechs Preisträger waren Raphaële Juliette Clément, Chen Peining, Ding Shiqian, Wu Jiajun, Xie Weidi und Zhuang Ziquan. In dieser Kategorie werden jährlich sechs Forscher ausgewählt, die jeweils 1 Million Yuan erhalten.
Künstliche Intelligenz und industrielle Innovation ebenfalls zentrale Themen
Im Mittelpunkt des Forums standen vier Themenbereiche: KI-gestützte gemeinsame Forschung und Innovation, Möglichkeiten zur Wertschöpfung aus wissenschaftlichen Entdeckungen, internationale Zusammenarbeit auf Grundlage von Offenheit und Vertrauen sowie die Förderung der Fähigkeiten junger Wissenschaftler.
Zu den Rednern gehörten Omar M. Yaghi, der Träger des Nobelpreises für Chemie 2025; Hu Hailan, Mitglied der Chinese Academy of Sciences; Zeng Yuqun, Gründer und Vorsitzender von CATL; der mit der Fields-Medaille ausgezeichnete Mathematiker Laurent Lafforgue sowie Tang Jie, Professor an der Tsinghua University und Gründer von Z.ai.
Den Angaben der Quelle zufolge sollten die Reden die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Grundlagenforschung und industrieller Innovation stärken. Auf dem Programm standen außerdem sechs parallel stattfindende Foren zu den Themen Halbleiter der Zukunft, Biomedizin, weltraumgestützte Informationstechnologie, künstliche Intelligenz, Energie der Zukunft und Quantenwissenschaft.
Forum bereitet auf wissenschaftliche Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts vor
Die Veranstaltung folgte dem sogenannten „1+6+4+1“-Format. Neben einer gemeinsamen Eröffnung, der Preisverleihung und dem Hauptforum umfasste es sechs parallele Foren, vier thematische Veranstaltungen und eine Abschlusszeremonie. Zu den thematischen Programmen gehörten das Young Scientists Forum, das SHE Forum, das Future Scientists Forum und die World Top-Performing Incubator Conference.
Seit seiner Gründung im Jahr 2018 folgt das World Laureates Forum der Vision „Wissenschaft und Technologie für eine gemeinsame Zukunft der Menschheit“. Zu seinen Zielen gehören die Förderung der Grundlagenforschung, die Unterstützung internationaler Zusammenarbeit und die Förderung junger Wissenschaftler.
Nach Angaben der Veranstalter brachte das diesjährige Treffen führende Wissenschaftler aus aller Welt, Vertreter von Universitäten und der Industrie zusammen. Das Programm befasste sich daher mit Forschungskooperationen, dem Aufbau einer Pipeline für wissenschaftliche Talente und der gesellschaftlichen Bedeutung neuer Technologien.

