Fermaca wird erster NVIDIA Cloud Partner Mexikos und stellt KI-Fabrik vor
Fermaca ist als erster NVIDIA Cloud Partner mit Sitz in Mexiko und als erster seiner Art in der Region benannt worden. Das Unternehmen hat zudem eine Plattform für KI-Fabriken vorgestellt, die Mexiko zu einem Produzenten fortschrittlicher KI-Fähigkeiten für Mexiko und Lateinamerika machen soll.
- Fermaca ist nach eigenen Angaben der erste NVIDIA Cloud Partner mit Sitz in Mexiko.
- Die erste Installation, Fermaca Digital Origins in Mexiko-Stadt, startet mit einem NVIDIA-Blackwell-Ultra-Cluster, NVIDIA Vera Rubin steht auf der Roadmap.
- Inventec liefert die Rechensysteme, DDN den Speicher.
- Kurzfristiges Ziel sind 60 MW Anlagenleistung bis zum 31. Dezember 2027.
- Fermaca Digital City in Durango ist ein langfristiges Vorhaben mit bis zu 1 GW IT-Kapazität.
Stufenweiser Ausbau, Start in Mexiko-Stadt
Die Plattform startet mit Fermaca Digital Origins in Mexiko-Stadt. Laut Fermaca verbindet der stufenweise Ausbau die Erfahrung des Unternehmens in Infrastrukturentwicklung und Betrieb mit der beschleunigten Computing-Plattform von NVIDIA. Ziel ist es, den Zugang zu der Rechenleistung zu erweitern, die Unternehmen und Institutionen für Entwicklung und Einsatz von KI benötigen.
Digital Origins ist die erste Installation auf der Plattform und beginnt mit einem ersten NVIDIA-Blackwell-Ultra-Cluster. Eine spätere Ausbaustufe sieht NVIDIA Vera Rubin vor. Marcio Aguiar, Director of Enterprise für Lateinamerika bei NVIDIA, sagte, Fermaca baue eine KI-Fabrik auf Basis von NVIDIA B300 NVL72 Systemen, damit Unternehmen in Mexiko und Lateinamerika KI mit ihren eigenen Daten entwickeln und einsetzen können.
Inventec liefert die Rechensysteme, DDN den Speicher. Fermaca selbst verantwortet Infrastrukturentwicklung und Betrieb.
Vom Gasmolekül zum Token
Fermaca beschreibt seine Strategie mit dem Motto „vom Gasmolekül zum Token“. Der Ansatz verknüpft die Gasinfrastruktur und Energieentwicklung der Gruppe mit Glasfaseranbindung, KI-Anlagen und beschleunigtem Computing. Dieses integrierte Modell soll nach Angaben des Unternehmens die Infrastrukturengpässe lösen, die darüber entscheiden, wo KI gebaut werden kann und wie weit sie sich skalieren lässt.
Fermaca rückt das Projekt zudem in den Zusammenhang der digitalen Souveränität. Wer in Mexiko Kapazitäten aufbaue, um KI auf Infrastruktur im eigenen Land zu entwickeln und einzusetzen, könne mexikanischen Unternehmen, Universitäten und Institutionen helfen, nationale Prioritäten anzugehen und mehr vom Wissen und der wirtschaftlichen Wertschöpfung durch KI im Land zu halten, so das Unternehmen.
Manuel Calvillo sagte, Fermaca investiere in Mexikos Fähigkeit, „Intelligenz zu erzeugen, wirtschaftlichen Wert zu schaffen und die eigene technologische Zukunft zu gestalten“. Paul Bloch, Mitgründer von DDN, erklärte, die Vision eröffne Mexiko die bedeutende Chance, KI in großem Maßstab zu produzieren und Kunden in ganz Lateinamerika zu bedienen.
Kapazitätsziele und staatliche Unterstützung
Der kurzfristige Plan von Fermaca sieht bis zum 31. Dezember 2027 insgesamt 60 MW Anlagenleistung für den Betrieb von KI-Anlagen vor. Darin enthalten sind Rechentechnik, Kühlung und unterstützende Gebäudesysteme.
Das längerfristige Projekt Fermaca Digital City in Durango steht für das Ziel von bis zu 1 GW IT-Kapazität, gemessen allein an der Rechentechnik. Das Unternehmen betont, dass es sich um getrennte Entwicklungsetappen handelt und der Ausbau mit dem Wachstum der Plattform stufenweise erfolgt.
Fermaca zufolge genießt das Vorhaben die volle Unterstützung der mexikanischen Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Es verknüpft das Projekt mit den nationalen Entwicklungszielen des Plan México.
Bildung und Nutzen für Kunden
Neben der Infrastruktur entwickeln Fermaca und NVIDIA die Bildungsinitiative „México Aprende IA con Fermaca y NVIDIA“ weiter, die in Durango begann. Sie soll Hochschullehrkräfte mit KI-Wissen, Lehrmaterial und praktischem Training für den Unterricht ausstatten.
Für Kunden ist die Plattform darauf ausgelegt, Unternehmen der Region mit NVIDIA-KI-Infrastruktur in Mexiko zu verbinden. Laut Fermaca können Firmen die Kapazität nutzen, um Modelle auf Basis ihrer eigenen Daten zu entwickeln und KI in den Betrieb zu bringen, während Entwickler und Forschungseinrichtungen eine Grundlage für neue Anwendungen erhalten. Der Ausbau eröffne NVIDIA und seinem Ökosystem zudem einen neuen Weg, die Nachfrage in Mexiko und Lateinamerika zu bedienen, wenn der Einsatz von KI vor Ort zunimmt, so das Unternehmen.

