Hebei plant KI-Dienstleistungsökosystem mit Mitteleuropa
Auf einem Forum für chinesische sowie mittel- und osteuropäische kleine und mittlere Unternehmen in Cangzhou, China, wurden neue Pläne für die Zusammenarbeit bei KI-Diensten, Logistik und Handel vorgestellt. Die Teilnehmer knüpften branchenübergreifend Geschäfts- und Technologiekontakte.
- Das 7. Kooperationsforum für kleine und mittlere Unternehmen zwischen China sowie Mittel- und Osteuropa fand am 26. und 27. Oktober in Cangzhou statt.
- Der Plan für ein gemeinsames KI-Dienstleistungsökosystem in Hebei wurde vorgestellt.
- Eine neue Handelskammer und eine Initiative zur Zusammenarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen wurden gestartet.
- Cargill investierte in den ersten beiden Phasen des Projekts am Hafen Huanghua rund 500 Millionen US-Dollar.
- Die Zusammenarbeit zwischen China und Mittel- und Osteuropa erreicht 2027 ihr 15-jähriges Bestehen.
KI, Logistik und internationale Expansion
Das 7. Kooperationsforum für kleine und mittlere Unternehmen zwischen China sowie Mittel- und Osteuropa fand am 26. und 27. Oktober in Cangzhou in der chinesischen Provinz Hebei statt. Die Veranstaltung fiel mit dem 70. Jahrestag der Gründung des chinesisch-tschechoslowakischen Freundschaftsbetriebs zusammen.
Auf dem Forum wurde im Rahmen der Initiative „Wanfan Yunhai“ der Plan der Provinz Hebei für ein gemeinsames KI-Dienstleistungsökosystem vorgestellt. Die Verantwortlichen präsentierten außerdem Maßnahmen zur Verarbeitung offener Technologien, um die Entwicklung industrieller Cluster zu fördern, den Kooperationsplan „Hebei Goods Going Global“ für Mittel- und Osteuropa sowie einen strategischen Rahmen für die Logistikzusammenarbeit zwischen China und Ländern der Region.
Neue Institutionen und Wirtschaftsforen gestartet
Die Handelskammer von Cangzhou für die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit mit Mittel- und Osteuropa wurde bei der Veranstaltung offiziell eröffnet. Zudem startete eine Initiative zur Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Cangzhou und kleinen und mittleren Unternehmen in Mittel- und Osteuropa. Auch das Partnerschaftsprogramm von Cangzhou wurde angekündigt.
Das Forum bestand aus acht parallel stattfindenden Veranstaltungen. Dazu gehörten eine grenzüberschreitende Vernetzungskonferenz für chinesische sowie mittel- und osteuropäische kleine und mittlere Unternehmen sowie das Treffen „Hebei Goods Going Global, AI Sets Sail“. Letzteres konzentrierte sich auf Energieausrüstung, CO2-freie Energie und die Ausrüstungsproduktion zwischen Unternehmen aus dem Raum Cangzhou und solchen aus Mittel- und Osteuropa.
Nach Angaben der Organisatoren schufen die Veranstaltungen konkrete Geschäftsmöglichkeiten. Olivier Salzgeber, Vizepräsident von Cargill Asia Pacific, sagte, das Forum habe ihm Treffen mit potenziellen Partnern ermöglicht. Der Mitteilung zufolge lobte er Cangzhous Modell der Kreislaufentwicklung in der ökologischen Chemieindustrie sowie die Fortschritte bei der KI-gestützten digitalen Transformation.
Unternehmen suchen direkten Austausch
Cargill investierte in den ersten beiden Phasen des Projekts Hebei Jiahao Grains & Oilseeds am Hafen Huanghua rund 500 Millionen US-Dollar. Salzgeber sagte, die Lage des Hafens sowie seine Land- und Seeverbindungen trügen dazu bei, die Logistikkosten zu senken. Laut Unternehmensmitteilung plant Cargill, seine Präsenz in Cangzhou weiter auszubauen.
Wang Yunhong, Vorsitzender von IBIH Aerogel, sagte, die Vernetzungskonferenz habe den Weg des Unternehmens in die mittel- und osteuropäischen Märkte verdeutlicht und direkte Gespräche mit Unternehmen aus der Region ermöglicht. Yan Chaoyi, CEO von Czech-Sino Shark (Cangzhou) Aircraft Manufacturing, sagte, das Forum habe eine Plattform geboten, um das Projekt des Unternehmens vorzustellen und internationale Aufträge sowie Technologiepartnerschaften aufzubauen.
Ein weiterer Jahrestag steht 2027 an
Die Zusammenarbeit zwischen China und Mittel- und Osteuropa erreicht 2027 ihr 15-jähriges Bestehen. Li Jian, Generaldirektor der Abteilung für europäische Angelegenheiten im chinesischen Außenministerium, sagte, China sei bereit, mit den Ländern der Region zusammenzuarbeiten, um die Kooperation zu stärken und eine gemeinsame Entwicklung zu fördern.
Der Mitteilung zufolge verbinden die auf dem Forum angekündigten Programme für KI, Logistik und Auslandsmärkte chinesische Industrieunternehmen in mehreren Bereichen mit Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa. Den Aussagen der Teilnehmer zufolge lag der Schwerpunkt auf direkten Geschäftsbeziehungen, technologischer Zusammenarbeit, industriellen Lieferketten und Vorbereitungen für den Markteintritt.
