Microsoft Foundry ergänzt Copilot-Harness, Browser-Automatisierung und Resilienz-Tools

Microsoft Foundry hat ein verwaltetes Copilot-Harness als öffentliche Vorschau eingeführt, Browser Automation allgemein verfügbar gemacht und seine Agentenplattform um neue Entscheidungs- und Modellfunktionen erweitert. Die Oktober-Updates sollen Agents dabei helfen, mehrstufige Aufgaben zu erledigen, sich nach Unterbrechungen zu erholen und festgelegte Entscheidungen an Code zurückzugeben.
- Das Microsoft Copilot-Harness befindet sich in der öffentlichen Vorschau.
- Die langfristige Resilienz für gehostete Agents ist allgemein verfügbar.
- Browser Automation ist über Playwright Workspaces allgemein verfügbar.
- GPT-6.1 Terra und die Decisions API sind allgemein verfügbar.
- Foundry Local verfügt nun über SDK und Runtime 2.2.1 sowie eine separate CLI-Vorschau.
Eine verwaltete Schleife für leistungsfähigere Agents
Das Microsoft Copilot-Harness ist am 28. Oktober über den Foundry Agent Service als öffentliche Vorschau gestartet. Laut Microsoft bietet es promptgesteuerten Agents eine verwaltete Schleife und eine Sandbox für Aufgaben, die mehr als eine einzelne Modellantwort erfordern. Dazu gehören das Lesen von Dateien, das Ausführen von Code, die Nutzung unterstützter Tools und der Einsatz wiederverwendbarer Skills.
Entwickler wählen weiterhin ein unterstütztes Modell aus. Das Harness verwaltet die Schleife, die den nächsten Schritt des Modells innerhalb der konfigurierten Tools und Berechtigungen in eine Aufgabe umsetzt. Quellcodeverwaltete Agent-Definitionen und wiederverwendbare Skills können wiederkehrende Aufgabenanweisungen gemeinsam mit einer Anwendung verwalten.
Microsoft zufolge wird das Harness beim Erstellen eines Agents ausgewählt. Ein nachträglicher Wechsel bei einem bestehenden Agent ist derzeit nicht unterstützt. Foundry verwaltet CPU, Arbeitsspeicher und Leerlaufeinstellungen der Sandbox. Bestehende Agents bleiben unverändert. Die Vorschau richtet sich daher an Teams, die eine verwaltete Ausführungsschleife testen möchten, ohne ihre Lösung auf ein neues Modell umzustellen.
Resilienz und Browser-Workflows erreichen den Produktivstatus
Die langfristige Resilienz für gehostete Agents ist am 28. Oktober ebenfalls allgemein verfügbar geworden. Nach einer Unterbrechung kann Foundry die Arbeit mit der ursprünglichen Eingabe neu starten. Microsoft weist jedoch darauf hin, dass Anwendungen den für die Fortsetzung erforderlichen Fortschritt speichern müssen. Dazu können Zwischenergebnisse, abgeschlossene Schritte und Kennungen gehören, die verhindern, dass eine externe Aktion wiederholt wird.
Die Empfehlung ist besonders für Workflows mit Seiteneffekten relevant. Microsoft nennt als Beispiel einen Agent, der Dokumente sammelt, einen Bericht erstellt und ihn zur Prüfung verschickt. Wird die Aufgabe beendet, nachdem der Bericht gespeichert wurde, sollte die Anwendung diesen Bericht wiederverwenden und prüfen, ob die Prüfungsanfrage bereits existiert, statt doppelte Arbeit zu erzeugen. Microsoft empfiehlt, Unterbrechungen an jeder Grenze mit Seiteneffekten zu testen und Checkpointing mit Idempotenz zu kombinieren.
Browser Automation ist am 19. Oktober allgemein verfügbar geworden. Die Funktion verwendet einen separat bereitgestellten Playwright Workspace und stellt über einen entfernten Toolbox-MCP-Endpunkt eine Verbindung her. Das Tool unterstützt Prompt- und gehostete Agents, öffentliche und private Websites sowie eine mit dem Workspace konfigurierte Verbindung zu privaten Netzwerken. Microsoft empfiehlt Browser-Identitäten mit den geringstmöglichen Berechtigungen, Browserinhalte als nicht vertrauenswürdige Eingaben zu behandeln und für folgenreiche Aktionen wie das Absenden einer Transaktion oder das Ändern von Zugriffsrechten eine menschliche Freigabe zu verlangen.
Modelle, Entscheidungen und Hinweise zu Upgrades
Microsoft führt außerdem GPT-6.1 Terra ab dem 26. Oktober als allgemein verfügbar in Foundry auf. Über die Responses API akzeptiert das Modell Text und Bilder für visuelles Schlussfolgern und agentenbasierte Aufgaben auf dem Bildschirm. Die Oktober-Zusammenfassung nennt auch die Decisions API als allgemein verfügbar. Über die API ist GPT-6 Luna für Prädikate, feste Auswahlmöglichkeiten und Bewertungsergebnisse nach Kriterien verfügbar.
Das Unternehmen teilt mit, dass sich MAI Image 2.6 in sechs Foundry-Regionen in der Vorschau befindet. Ein Audio-Start bringt Streaming-Transkription und mehrsprachige Sprachmodelle. Foundry Local wird mit SDK und Runtime 2.2.1 sowie einer separaten CLI-Vorschau ausgeliefert.
Für Entwickler warnt Microsoft, dass die Änderungen an SDK und CLI im Oktober Umbenennungen von Preview-APIs, veränderte Evaluierungsbefehle und gekoppelte Abhängigkeiten der gehosteten Runtime umfassen. Vor dem Upgrade von GPU-Anwendungen sollten die geänderten CUDA-Abhängigkeiten geprüft werden. Das kombinierte Release bietet Teams mehr verwaltete Bausteine. Zugleich macht die Quelle deutlich, dass Freigaben, Checkpoints, der sichere Umgang mit wiederholten Aufgaben und sorgfältig geplante Upgrades weiterhin in der Verantwortung der Anwendung liegen.
Microsoft Foundry: What’s new in Microsoft Foundry | October 2026


