Sammelklage gegen Fluence Energy wegen Prognosen eingereicht

Gegen Fluence Energy und mehrere Führungskräfte ist wegen mutmaßlich irreführender Angaben gegenüber US-Anlegern eine Wertpapier-Sammelklage eingereicht worden. Die Klageschrift legt dar, dass Informationen über die Produktionskapazitäten des Unternehmens sowie Umsatz- und bereinigte EBITDA-Prognosen zu einem deutlichen Rückgang des Aktienkurses geführt haben sollen.
- Gegen Fluence Energy und mehrere Führungskräfte wurde eine Wertpapier-Sammelklage eingereicht.
- Die Klage betrifft Produktionskapazitäten sowie Umsatz- und bereinigte EBITDA-Prognosen.
- Die Aktie fiel der Mitteilung zufolge am 5. Februar um 34.6 Prozent.
- Anleger können bis zum 27. November 2026 die Ernennung zum Hauptkläger beantragen.
Klageschrift wirft Irreführung von Anlegern vor
Die Klage wurde beim U.S. District Court for the Southern District of New York unter dem Aktenzeichen Hatweek v. Fluence Energy, Inc. et al., 26-cv-8475, eingereicht. Laut einer Mitteilung der Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld LLP richtet sich das Verfahren gegen Fluence Energy, Inc. und bestimmte Führungskräfte des Unternehmens.
Die Klageschrift enthält Ansprüche nach den Wertpapiergesetzen gemäß den Sections 10(b) und 20(a) des Securities Exchange Act of 1934. Laut der Mitteilung haben Anleger bis zum 27. November 2026 Zeit, beim Gericht ihre Ernennung zum Hauptkläger zu beantragen.
Den Vorwürfen zufolge gab Fluence eine rekordhohe Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 sowie eine deutlich angehobene Prognose für das bereinigte EBITDA aus. Das Unternehmen soll dies auf seine Fähigkeit gestützt haben, die steigende Nachfrage von Rechenzentren zu bedienen. Zudem habe es Anlegern mitgeteilt, Verträge mit mehreren wichtigen Produktionsstätten abgeschlossen zu haben, um die Nachfrage zu decken.
Die Klageschrift wirft dem Unternehmen vor, nicht offengelegt zu haben, dass mehrere neue Auftragsfertigungsstandorte noch nicht fertiggestellt oder noch nicht in Betrieb waren beziehungsweise nicht in der Lage waren, die in den Prognosen enthaltenen Mengen zu produzieren.
Mitteilung hebt drei deutliche Kursrückgänge hervor
Fluence, Anbieter von Energiespeichersystemen und Optimierungssoftware für die Branchen erneuerbare Energien und Energiespeicherung, meldete am 4. Februar 2026 einen Nettoverlust von $62.6 Millionen. Die Bruttogewinnmarge nach GAAP lag bei 4.9 Prozent, was einem Rückgang von 6.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Das Unternehmen führte dies auf zusätzliche geschätzte Kosten im Zusammenhang mit zwei Projekten außerhalb der Vereinigten Staaten zurück.
Nach der Ankündigung fiel die Aktie von einem Schlusskurs von $28.99 am 4. Februar auf $18.95 am 5. Februar. Das entsprach einem Rückgang von $10.04 je Aktie oder 34.6 Prozent.
Am 5. August meldete Fluence einen geringer als erwarteten Umsatz und senkte seine Umsatz- und bereinigten EBITDA-Prognosen. Als Grund nannte das Unternehmen Produktionsverzögerungen an seinen neuen Auftragsfertigungsstandorten. Die Aktie fiel zwischen dem 5. und 6. August von $14.23 auf $13.21, ein Rückgang um $1.02 oder 7.2 Prozent.
Am 16. September gab das Unternehmen eine Prognose zur Jahresmitte heraus und senkte erneut seine Umsatz- und bereinigten EBITDA-Prognosen. Diesmal verwies es auf Verzögerungen beim Hochfahren seiner Produktionsstätten. Die Aktie fiel von einem Schlusskurs von $9.05 am 16. September auf $7.66 am folgenden Tag, ein Rückgang um $1.39 oder 15.4 Prozent.
Anleger können sich bis zum 27. November bewerben
Bleichmar Fonti & Auld zufolge können sich Anleger, die Fluence-Aktien oder andere Wertpapiere gekauft haben, an die Kanzlei wenden, die die Kläger vertritt, um sich über ihre rechtlichen Möglichkeiten zu informieren. Laut der Mitteilung arbeitet die Kanzlei auf Erfolgsbasis, sodass Anleger ihre Dienstleistungen nicht bezahlen müssen und nicht für Gerichts- oder Verfahrenskosten haften. Die Kanzlei wird die Genehmigung des Gerichts für sämtliche Honorare und Ausgaben beantragen.
Die Frist für Anträge auf Ernennung zum Hauptkläger endet am 27. November 2026. Die Kanzlei, die die Mitteilung herausgegeben hat, betont, dass sich die Klage auf Vorwürfe bezieht und die Mitteilung eine Werbung darstellt. Frühere Ergebnisse garantieren keine künftigen Erfolge.
Für Fluence-Anleger bedeutet die Nachricht, dass Vorwürfe im Zusammenhang mit den Produktionsabläufen und Finanzprognosen des Unternehmens in Gerichtsverfahren geprüft werden könnten. Die Mitteilung enthält keine abschließende gerichtliche Feststellung, dass Fluence gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat.

