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Rekordvergleich über 13 Millionen Dollar in der Cybersicherheit erzielt

3. November 2026, 22:40Quelle: PR Newswire
Rekordvergleich über 13 Millionen Dollar in der Cybersicherheit erzielt
Bild: PR Newswire

ILC Dover und ILC Astrospace zahlen den Vereinigten Staaten 13 Millionen Dollar, um einen Fall beizulegen, in dem die Unternehmen falsche Angaben zu Cybersicherheitsanforderungen gemacht haben sollen. Laut der Whistleblower Law Collaborative handelt es sich um die bislang größte Rückzahlung wegen Cybersicherheitsbetrugs im Rahmen des Programms des US-Justizministeriums.

Das Wichtigste in Kürze
  • ILC Dover und ILC Astrospace zahlen 13 Millionen Dollar, um den Fall beizulegen.
  • Die Vorwürfe betrafen Cybersicherheitskontrollen zum Schutz staatlicher Daten.
  • Ausgelöst wurde der Fall durch eine Whistleblower-Klage nach dem False Claims Act.
  • Die Zahlung ist bislang die größte Rückzahlung wegen Cybersicherheitsbetrugs im Rahmen des Programms.
  • Whistleblower können in erfolgreichen Fällen zwischen 15 und 30 Prozent der Rückzahlung an die Regierung erhalten.

Vorwürfe zum Schutz staatlicher Daten

ILC Dover und ILC Astrospace zahlen 13 Millionen Dollar, um den Fall beizulegen. Die Unternehmen stellen Raumanzüge und Schutzausrüstung für die NASA und die U.S. Army her. Gegenstand des Vergleichs sind Vorwürfe, wonach die Unternehmen fälschlich behauptet hätten, die zum Schutz staatlicher Informationen erforderlichen Cybersicherheitskontrollen umgesetzt zu haben.

Der Vereinbarung zufolge handelt es sich um die größte Rückzahlung wegen staatlichen Cybersicherheitsbetrugs im Rahmen des Civil Cybersecurity Fraud-Programms des Justizministeriums. Das Programm wurde im Oktober 2021 angekündigt. Der Vergleich bedeutet nicht, dass ein Gericht die Unternehmen für haftbar befunden hat. Stattdessen einigten sich die Parteien auf die Zahlung, um die Vorwürfe beizulegen.

ILC Dover hat seinen Hauptsitz in Frederica im US-Bundesstaat Delaware und bietet Engineering- und Fertigungsdienstleistungen für die Luft- und Raumfahrt, die Medizintechnik sowie die Pharma- und Biopharmaindustrie an. Ingersoll Rand übernahm das Unternehmen 2024.

Whistleblower-Klage löste Verfahren aus

Ein Whistleblower reichte im Januar 2025 Klage ein. Er behauptete, ILC Dover habe die nach dem Standard NIST SP 800-171 erforderlichen Kontrollen nicht vollständig umgesetzt. Diese sollen sensible staatliche Daten schützen. Zudem sollen die Informationssysteme des Unternehmens beim Verarbeiten, Speichern und Übermitteln der Daten keinen ausreichenden Schutz geboten haben.

Die Klage enthielt weitere Vorwürfe. Dazu gehörten das Fehlen eines konsolidierten Systemsicherheitsplans, die Nutzung externer Cloud-Dienste, die geltende Sicherheitsanforderungen des Bundes nicht erfüllten, sowie die Übermittlung angeblich künstlich aufgeblähter SPRS-Bewertungen an das U.S. Department of Defense.

Der Whistleblower reichte eine sogenannte Qui-tam-Klage nach dem False Claims Act ein. Dieses Verfahren ermöglicht es einer Privatperson, dem sogenannten Relator, mutmaßlichen Betrug zulasten der Regierung in einer vertraulichen Klageschrift zu melden. Hat die Klage Erfolg, erhält der Whistleblower zwischen 15 und 30 Prozent der von der Regierung zurückerlangten Summe.

Behörden setzen Prüfungen der Cybersicherheit fort

Die US-Regierung untersuchte die Vorwürfe und kündigte anschließend am 3. November 2026 an, in dem Verfahren gegen ILC Dover intervenieren zu wollen, um einen Vergleich zu erreichen. Brett A. Shumate, der stellvertretende Justizminister, sagte, Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen müssten die Cybersicherheitsanforderungen in Bundesverträgen und Unterverträgen erfüllen. Das Ministerium werde Auftragnehmer und Subunternehmer weiterhin zur Verantwortung ziehen, wenn sie ihre Cybersicherheitszusagen nicht einhielten.

Benjamin L. Wallace, der US-Staatsanwalt für Delaware, sagte, die Anforderungen sollten verhindern, dass die technologische Innovation der USA ausgenutzt werde. Seine Behörde sei für die Durchsetzung vertraglicher Cybersicherheitsanforderungen zuständig. Robert Steinau, ein Mitarbeiter des NASA Office of Inspector General, sagte, die Regierung sei Whistleblowern dankbar, die das Richtige täten und Verstöße meldeten.

Die Whistleblower Law Collaborative erklärte, der Fall sei ein weiterer Schritt zur Durchsetzung der Cybersicherheitskonformität in der Rüstungsindustrie. Die Organisation erwarte, dass das Department of Justice, das Department of Defense, die NASA und andere staatliche Behörden weiterhin Fälle untersuchten und verfolgten, in denen die zum Schutz sensibler staatlicher Daten erforderlichen Kontrollen nicht umgesetzt würden.

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