Pudu Robotics stellt gemeinsame KI-Strategie und sechsteiliges Portfolio in Europa vor

Pudu Robotics hat seine Strategie „One Brain, Multiple Embodiments“ vorgestellt und bei seinem European Partner Summit in Amsterdam erstmals sechs Produktlinien gemeinsam präsentiert. Nach Angaben des Unternehmens soll die gemeinsame technologische Basis den Einsatz von Robotern in gewerblichen und privaten Umgebungen erleichtern.
- Pudu stellte seine Strategie „One Brain, Multiple Embodiments“ in Amsterdam vor.
- Das Unternehmen präsentierte erstmals sechs Produktlinien gemeinsam.
- Die Architektur verbindet wiederverwendbare KI mit aufgabenbezogener Hardware.
- Pudu ist in mehr als 20 europäischen Ländern aktiv.
- Das Unternehmen meldete über zwei Jahre ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum in Europa von mehr als 60%.
Eine KI-Basis für verschiedene Roboter
Pudus Strategie basiert auf einer gemeinsamen technologischen Architektur für unterschiedliche Roboterformen, von spezialisierten Servicerobotern bis hin zu semihumanoiden und humanoiden Maschinen. Nach Angaben des Unternehmens nutzt die Architektur plattformübergreifend wiederverwendbare KI-Funktionen, Softwaremodule und Fähigkeiten, während Hardware und Bewegungssteuerung auf die jeweiligen Aufgaben abgestimmt bleiben.
Zur Basis gehören PuduFM, das Pudu als Embodied Foundation Model bezeichnet, sowie PuduAgent OS, die Embodied AI Agent Platform des Unternehmens. Laut Pudu kann die gemeinsame Nutzung dieser Technologien Forschungs-, Entwicklungs- und Einführungszyklen sowie die damit verbundenen Kosten reduzieren. Dadurch könnte der Einsatz für Kunden praktikabler werden.
„Die nächste Wachstumsphase wird nicht nur davon abhängen, die Fähigkeiten von Robotern weiterzuentwickeln, sondern auch davon, sie leichter einsetzbar, anpassungsfähiger und in großem Maßstab wirtschaftlich tragfähig zu machen“, sagte Gründer und CEO Felix Zhang in der Mitteilung des Unternehmens.
Sechs Produktlinien für Arbeit und Haushalt
Das in Amsterdam gezeigte Portfolio umfasst die Bereiche Auslieferung, gewerbliche Reinigung, industrielle Logistik, allgemeine Embodied AI, gewerbliches Rasenmähen und die Rasenpflege zu Hause. Dazu gehören der Auslieferungs- und interaktive Serviceroboter BellaBot Pro, der Reinigungsroboter PUDU CC1 Pro sowie der autonome Paletten-Handling-Roboter PUDU MP2000 mit einer Nutzlast von 2.000 kg.
Pudu präsentierte außerdem sein Portfolio für allgemeine Embodied AI mit PUDU D5, D7 und D9, das vierbeinige, semihumanoide und humanoide Roboter umfasst. Die PUDU GT Series besteht aus den gewerblichen Roboterrasenmähern GT3, GT5 und GT7. Mit der PUDU TOMO S Series bringt das Unternehmen sein erstes Consumer-Robotikprodukt für die Rasenpflege zu Hause auf den Markt. TOMO S verfügt über Pudus SharpLoop™ Self-Sharpening System.
Das Unternehmen erklärte, seine Technologien kämen inzwischen in 16 Branchen und mehr als 900 Anwendungsszenarien zum Einsatz. Abgedeckt werden Innen- und Außenbereiche sowie gewerbliche und private Anwendungen.
Europa rückt in den Mittelpunkt der Expansion
Pudu zufolge ist das Unternehmen in mehr als 20 europäischen Ländern aktiv und bedient Kunden aus Einzelhandel, Gastronomie und Getränkeindustrie, Hotellerie, Gesundheitswesen und Transport. Zu den genannten Kunden gehören EDEKA, Albert Heijn, Carrefour, Denner, Marriott, Van der Valk, Pizza Hut und Intermarché sowie der Flughafen Paris Charles de Gaulle.
Nach Angaben des Unternehmens ist der Umsatz in Europa in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich um mehr als 60% pro Jahr gewachsen. Pudu gab außerdem am 30. Oktober bekannt, seine Europazentrale in Deutschland einzurichten. Sie soll Büros, einen Showroom, Lagerflächen, Schulungsangebote sowie Vertriebs-, Kundendienst- und Reparaturleistungen umfassen.
„Wir wollen, dass Europa zu den ersten Märkten gehört, in denen diese Strategie umgesetzt wird“, sagte Bella Sun, Vice President und General Manager für Europa bei Pudu. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, gemeinsam mit europäischen Kunden, Distributoren und Partnern seine Robotiktechnologie in gewerblichen und privaten Anwendungsszenarien einzusetzen.


